Feuerwehr Hellwege erhält neues Löschgruppenfahrzeug

Die Finanzierung erfolgt durch eine sehr große private Zuwendung

Lange überlegen musste Hellweges Ortsbrandmeister nicht, als er kurz vor Weihnachten ’24 das Angebot eines Sponsors erhielt, das mittlerweile über 30 Jahre alte Löschfahrzeug seiner Wehr auszutauschen. 

Die Saat war gelegt, jetzt kreisten die Gedanken. Wo bekommt man in einem Markt, in dem Lieferfristen von mittlerweile mehr als drei Jahren üblich sind, binnen eines Jahres ein passendes Fahrzeug her? Der Sponsor hatte zwar keine Frist gesetzt, wollte aber zügig zur Tat schreiten. 

Das Fahrzeug musste in die vorhandene Halle passen, und dass, obwohl die Normfahrzeuge heutzutage viel höher und länger sind als noch vor 30 Jahren. 

Idealerweise sollte es ein Neufahrzeug sein, einen Wassertank und eine starke Pumpe haben. Neun Feuerwehrkräfte sollte es zu den Einsätzen bringen können und Atemschutzgeräte in der Kabine wären ein großes Plus. 

Nachdem die Möglichkeit in der Verwaltung der Samtgemeinde Sottrum vorgestellt war und Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg erkannte, dass es sich nicht um einen verfrühten Aprilscherz handelte, wurden die ersten Gespräche zwischen dem Sponsor, der Verwaltung, der Wehrführung aus Hellwege und den politischen Beteiligten geführt. Die Samtgemeinde würde das Fahrzeug, das noch immer nicht sicher gefunden war, als Spende erhalten und in ihren Bestand übernehmen. Dazu mussten zwei Ausschüsse und der Samtgemeinderat zustimmen. Aber auch hier herrschte schnell Begeisterung. 

Hellweges Ortsbrandmeister wurde von einem namhaften Hersteller ein Vorführfahrzeug angeboten, das erst vor einem halben Jahr in Betrieb genommen wurde, fast komplett ausgestattet war und im Herbst 2025 verfügbar sein würde. Der Sponsor und der Ortsbrandmeister sahen sich das Fahrzeug an, Maße wurden aufgenommen, Anpassungen überlegt und verworfen und nach einer Stellprobe in der Hellweger Feuerwehrhalle waren alle begeistert. Vollausstattung und die Möglichkeit die Fahrzeughöhe nur minimal reduzieren zu müssen führten zu einem klaren Ja. 

„Mit seiner Ausstattung und der vorhandenen Technik führt uns das Fahrzeug vom Typ LF10 weit in die Zukunft, ermöglicht uns einen sicheren und effizienten Einsatz- und Übungsablauf und macht uns für neue Feuerwehrleute attraktiv.“ So blickt der Ortsbrandmeister in die Zukunft. 

„Wir sind sehr, sehr dankbar. Eine derart hohe Spende hat es in Niedersachsen aus privater Hand für eine kommunale Fahrzeugbeschaffung noch nicht gegeben. Das Zusammenspiel aller Beteiligten war derart gut und zielführend, dass wir es kaum erwarten konnten, bis das neue Fahrzeug in der Halle stand. Aber bis dahin haben wir unsere Einsatzkräfte vorbereitet und geschult, es wurden von der Samtgemeindeverwaltung bereits die erforderlichen Anpassungsmaßnahmen durchgeführt und auch bei der Ausrüstung werden wir uns noch etwas besser aufstellen müssen. Es gibt also noch viel zu tun und zu lernen.“

Binnen zehn Monaten kann so gelingen, was sonst bis zu 48 Monate dauert, wenn man die Beschaffung politisch und verwaltungsmäßig einwandfrei bewerkstelligen muss.