Freiwillige Feuerwehr Sottrum
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Feuerwehr: Teddybären trösten Kinder in Notsituationen

Foto. Kreiszeitung

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Um Kindern beispielsweise nach Autounfällen etwas Trost zu spenden, haben die Feuerwehren aus Sottrum, Stuckenborstel und Hassendorf in Zukunft Mitfahrer dabei: Teddybären sollen in Notsituationen verschenkt werden. Möglich macht das eine Stiftung, und die ersten Bären sind bereits zum Einsatz gekommen.

 

Sottrum – Gemäß den Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2015 mehr als 2,5 Millionen Unfälle von der Polizei aufgenommen. Einer davon ereignete sich auf der Autobahn 1 in Höhe von Stuckenborstel. „Mein Wagen verlor plötzlich an Leistung und ich stieß mehrmals gegen die linke Leitplanke“, erinnert sich Jasmin Reiß. Mit an Bord war die damals anderthalbjährige Mia. Wie durch ein Wunder blieben Mutter und Tochter unverletzt und konnten sich hinter der Leitplanke in Sicherheit bringen.

Verständlich, dass der Schock tief saß. Die Rettungskräfte konnten die kleine Mia mit einem Stoffteddy trösten, den das Mädchen noch heute, vier Jahre später, gerne in den Arm nimmt. Das Kuscheltier stammte von der Deutschen Teddy-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mädchen und Jungen in Notlagen durch das Geschenk zu helfen, das Erlebte ohne Traumatisierung zu überstehen. Dazu sollen Rettungsfahrzeuge, Streifenwagen, Feuerwehrfahrzeuge und die Ambulanzen mit Teddybären ausgestattet werden, die dann an Kinder verteilt werden können


Mia mit dem Teddy, den sie nach einem Unfall geschenkt bekommen hatte.  Foto: Kreiszeitung

Mia mit dem Teddy, den sie nach einem Unfall geschenkt bekommen hatte. Foto: Kreiszeitung

„Wir finden das eine tolle Idee“, meinen Jasmin und Christian Reiß. Und weiter: „Es ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber ein sehr schöner Tropfen.“ Daher stellten sie den Kontakt zur Deutschen Teddy-Stiftung her und kümmerten sich darum, dass auch eine Bärenausstattung zur Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel kam. „Ich wurde mit der Idee im Urlaub überrascht“, berichtet Stuckenborstels Ortsbrandmeister Frank Lehmann, der von der Aktion begeistert ist. Gleich 24 Teddybären wurden ihm von der in Ostfriesland ansässigen Stiftung versprochen.

Erster Einsatz für Teddys in Sottrum

„Das ist aber für uns allein zu viel“, meint der Ortsbrandmeister. Denn: In seiner bisherigen Amtszeit, immerhin 15 Jahre, gab es nicht so eine hohe Anzahl von Unfällen, an denen Kinder beteiligt waren. Daher holte er die Freiwilligen Feuerwehren Sottrum und Hassendorf sowie den Gemeindebrandmeister Björn Becker mit ins Boot. „So hat jeder sechs Teddys bekommen“, sagt Lehmann. Doch schneller als gedacht wurden die ersten Stoffbären verschenkt – bei dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Sottrum am Sonntag.

Foto. Kreiszeitung

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Bei den Wehren Stuckenborstel, Sottrum und Hassendorf wird jetzt immer ein kleiner Teddy mit zum Einsatz fahren. „Wir hoffen, dass es lange dauert, bis die Teddys aufgebraucht sind“, meint Hassendorfs Ortsbrandmeister Sven Peter.

Info: Mehr als 100 .000 Teddys verteilt

Die Deutsche Teddy-Stiftung, die hinter den Bären für den Rettungsdienst steht, wurde Ende September 1998 in Esens in Ostfriesland gegründet. Sie ist eine Sektion der „Good Bears of the World“, einer Organisation, die in verschiedenen Ländern Kindern in Notlagen mit Hilfe von Teddybären Trost spenden möchte.

Das Projekt wird durch Spenden, Verkauf der Teddybären und Sponsoring finanziert, so die Stiftung auf ihrer Website. Seit der Gründung sollen mehr als 100 000 Bären an Kinder verteilt worden sein.

Die Feuerwehren Sottrum, Stuckenborstel und Hassendorf sind nicht die einzigen Brandschützer in der Region, die sich an dieser Aktion beteiligen. So finden sich unter anderem auch Rotenburg und Zeven auf der Liste der „Einsatzorte“ der Teddybären.

Wer sich für die Teddy-Stiftung interessiert, kann sich online über die Internetseite www.deutsche-teddy-stiftung.de informieren.